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Ferienspaß der Ernst-von-Harnack-Schule vom 17. - 21. Juli 2017

 

Zum ersten Mal fanden in diesem Jahr Ferienspiele an unserer Schule statt. Fünf Tage lang sorgten unser Herr Lutz und Antonia und Yvonne von der Stadtjugendpflege dafür, dass 16 Kinder von der Vorklasse bis zur 4. Klasse Urlaub „zuhause“ erleben konnten.

Das Programm war reichhaltig und voller Überraschungen. Teils hielt sich die Gruppe auf dem Gelände der Schule auf, teils waren die Kinder unterwegs, z.B. auf dem Kinderweg Sorga oder in Buchenau auf dem Pferdehof.

 

1. Tag

Einige Kinder schauten noch etwas verschlafen aus, als sie sich um 8.00 Uhr in der Schule trafen. Nach einer kurzen Spielrunde in der „Räuberhöhle“ hieß es erst einmal frühstücken. Eine kleine Gruppe ging erst noch mit Herrn Lutz in den Schulgarten, um zu ernten, und überraschenderweise fanden sich gleich eine Gurke, dann Zucchinis, Zuckererbsen, Kohlrabi, Tomaten und Sauerampfer, so dass das Frühstück noch vielfältiger wurde. Antonia nahm eine Gruppe mit in die Turnhalle.

Dann ging es ans Werkeln: Arbeiten mit Speckstein, Gießen von Gipsformen und Schnitzen und zack(!) war der Morgen um. Also nichts wie runter in den Speiseraum, wo Frau Nappi mit der Lasagne wartete. Nachmittags waren einige Kinder weiterhin im „Gipsrausch“, andere schnitzten weiter an ihren Stöcken, bauten an der Naturwasserleitung aus langen, ausgeschnittenen Stöcken oder spielten Wikingerschach oder Fußball. Ein Höhepunkt waren auch die bemalten Stofftaschen, in denen dann die ganzen „Schätze“ am Abend nach Hause transportiert wurden.

Hier geht's zu den Bildern des ersten Tages

 

2. Tag

Diesmal gab es nach dem Frühstück Besuch. Mit einem Kleinbus kam der Trommellehrer Armin Wenk hereingefahren, und in dem Bus befand sich für jedes Kind eine große Djembe-Trommel. Es stellte sich heraus, dass unsere Schule einige bemerkenswerte Trommeltalente besitzt. "Der hat das ja total drauf", meinte Armin und meinte dabei Leon. Aber der war nicht der Einzige. Auf der Wiese vor der Turnhalle trommelte die Gruppe unter der Leitung von Armin zwei Stunden lang!

Inzwischen war es nun schön warm geworden war und die Sonne stach. Während Antonia nochmal Kinder mit in die Turnhalle nahm, pumpte Herr Lutz Luft in die neuen, aufblasbaren Wasserbecken. Fleißig wurde dann Wasser geschleppt, und schließlich gab es einen herrlichen Badespaß mitten auf dem Schulgelände. Die Kinder hatten Badesachen dabei, und das Freibad hätte kaum schöner sein können. Am Schluss wurde Herr Lutz von Malia, Djamila, Jolie, Melissa und Loredana von oben bis unten nass gemacht, fünf gegen einen! Aber die Kinder haben auch ordentlich was abbekommen.

Hier geht's zu den Bilden des zweiten Tages

 

3. Tag

Emilia und Laura haben sich gleich mal zum Ernten aufgemacht, und wieder gab es Tomaten, Schnittlauch und Sauerampfer. Ansonsten genossen die Kinder vor und nach dem Frühstück das Schnitzen und das Spielen in der Räuberhöhle. Aber eigentlich hatten wir ja was anderes vor! Also Lunchpakete eingepackt und ab zur Bushaltestelle. Ziel war der Kinderweg in Sorga. Dort waren die Bienen die erste Attraktion. In einem Schaukasten gab es ein ganzes Bienenvolk zu sehen, und die Königin entdeckten die Kinder schließlich auch. Und wer hätte gedacht, dass die Königin über 1000 Eier am Tag legen kann, dass die Bienenmänner Drohnen heißen und es bei den Bienen Arbeiterinnen gibt.

Ein echter Höhepunkt war das Hangeln über den Bach. Man musste von Stein zu Stein steigen und konnte sich nur an einem wackligen Seil festhalten. Manche Kinder waren nicht mehr zu bremsen und probierten es sieben oder acht Mal.

Unterwegs war dann Herr Lutz in seinem Element. Die Kinder lernten ein altes so genanntes Brechmittel kennen, den Stinkstorchschnabel. Zum Glück war keinem schlecht! Dazu den Wegerich, der an diesem Tag öfters als Heilmittel gegen Bremsenstiche und Brennnesseln zum Einsatz kam. Es gab auch einen Trick, wie man Brennnesseln roh essen kann. Am besten aber schmeckte der Sauerklee. Einen Vorrat davon nahmen einige Kinder bis zur großen Murmelbahn mit. Fehlten nur noch Kugeln, aber die hatte ja Herr Lutz in seinem großen Rucksack dabei, auch Becherlupen für den Bach und Brot und Butter und gekühltes Wasser mit Johannisbeersirup. Wie die Getränke gekühlt wurden? Mit einem alten Trick: mit nassem Zeitungspapier umwickelt!

Am Schluss kamen die Kinder kaum mehr von der Solz los, so heißt nämlich der Bach dort. Luan fand sogar einen fetten Fisch, der aber leider entkam. Torben fing eine Köcherfliegenlarve. Köcherfliegen sind Tiere, die als Kind (Larve) im Wasser leben und als erwachsenes Tier fliegen können.

Glücklich und zufrieden kamen dann alle zur Schule zurück. Die Zeit war wie im Flug vergangen.

Hier geht's zu den Bildern des dritten Tages

 

4. Tag

Diesmal kam Yvonne schon am frühen Morgen in die Schule, um uns abzuholen. Wir sind erst mit dem Bus hinunter in die Stadt und dann nach Buchenau gefahren, wo Yvonne wohnt und ihre Tiere auch. Nach dem Frühstück zeigte sich, dass sie nicht nur ein paar Tiere sondern fast einen kleinen Zoo besitzt: Lamas, Hängebauchschweine, Stallhasen, Meerschweinchen, Hühner und Hähne, Hunde und natürlich Pferde. Zunächst durften die Kinder Tiere füttern. Lamas, Schweine und Hasen freuten sich über die Möhren. Aber erstmal waren die süßen Meerschweinchen die Stars. Torben dagegen fand den Hund Alfa am tollsten, denn der wollte ununterbrochen spielen. Sogar Fußball! Wobei Alfa den Flachpass eher mit der Schnauze spielte. Dann hieß es Pferde striegeln und einige davon von der Koppel holen. Dabei entdeckten die Kinder auch die "Nasenblumen" wieder, die sie am Vortag in Sorga kennen gelernt hatten. Eigentlich sind es Blüten von Zaunwinden. Wenn man die über die Nase stülpt und Luft einzieht, bleiben sie eine Weile kleben und sehen lustig aus.

Es ging immer mal ein Regenschauer nieder, aber da hatte Yvonne vorgesorgt und ein kleines Zelt aufgebaut, in dem es zu essen und zu trinken gab und wo Kristin, die diesmal dabei war, Bastelarbeiten mit kleinen Pferdchen anbot. Auch Uno wurde gespielt.

Schließlich kam für einige Kinder der absolute Höhepunkt: das Reiten. Andere wiederum spielten auf dem nahe gelegenen Spielplatz. Mit einem kleinen Spaziergang mit den Hunden und den Lamas ging dann ein spannender Tag viel zu schnell zu Ende.

Hier geht's zu den Bildern des vierten Tages

 

5. Tag

Kaum zu glauben, schon der letzte Tag. Laura und Anastasia gingen schon mal ernten, und wieder waren ein paar Tomaten rot. Hanna pflückte mit Herrn Lutz auch noch eine Schüssel Mirabellen. Die meisten Kinder hatten sich gewünscht, nochmal ganz ausgiebig und bis zum Abwinken in die Turnhalle zu gehen. Also ging es nach dem schon üblichen Schnitzen und Spielen in der Räuberhöhle und dem Frühstück zum Sport: Seile, Ringe, Matten, Rollbretter, Federball.

Hanna und Evelyn pikierten (d.h. verpflanzten) noch Sauerampfer, Ysop und Salat in Töpfchen zum Mitnehmen. für den eigenen Garten zuhause. Als sie dann auch noch Flaschenkürbisse bemalten, kamen gleich noch Anna und Jolie dazu.

Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der Kinderdisko. Dazu mussten erstmal alle zur Begegnungsstätte in die Eisenacher Straße fahren. Dort legte Yvonne Musik auf und dann wurde getanzt. "Jungs gegen Mädchen....", aber das gab es in dieser Woche tatsächlich nur bei diesem Lied. Sonst ging es bis auf ein paar Keifereien unter den kleinen Mädchen sehr harmonisch zu.

Als Herr Lutz am Schluss fragte, wie den Kindern die erste Ferienspielwoche an der Harnack-Schule gefallen hat, gingen ausnahmslos alle Daumen hoch!

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